Über mich

Falk-Adrian HoogIch bin Falk-Adrian Hoog und wurde am 01. Februar 1977 in Wolfen geboren. Momentan lebe ich in einem Dorf bei Bremerhaven.


Name: Falk-Adrian Hoog
geboren: 01.02.1977 in Wolfen


Aufsätze in der Schule waren für mich nicht wirklich das Problem, solange das Thema stimmte und ich Schöpferfreiheit hatte. Leider hielt sich die Freiheit der Gesichtszüge des Deutschlehrers in Grenzen. Es waren nicht Rechtschreibung und Grammatik, die dazu führten, dass ihm so einiges entglitt, eher die Ausschmückung an sich. „Schreibt eine kleine Geschichte zum Thema Urlaub. Dafür habt ihr dieses Stunde Zeit. Denkt euch etwas aus, macht es spannend. Erfindet etwas, das lesenswert ist.“ Genau das war meine schöpferische Zeit und der Genuss danach. Sollte sich doch ein unsichtbares Monster auf einem Lehrer tummeln, der spät in der Nacht noch seinen Mülleimer rausbringen musste. Ich ließ ihm die Genitalien zerfetzen und ihm zuletzt noch die Augen herausreißen. War gut und befreiend für mich. War nicht gut für den Lehrer. Nicht dass ich Lehrer nicht mochte, ich liebte die Schule. Es war halt nur eine Geschichte, aber das verstand der gute Lehrer nicht. Das war halt damals.

Nun lese ich auch gerne und suchte mir 2011 im Internet eine Plattform, auf der man kostenlos und legal Bücher von frischen und Möchte-gern-Autoren lesen kann und darf. Ich brauchte mal etwas anderes. Gleich als erstes erwischte ich ein Buch, in der es zwei Männer miteinander trieben. Auch das zweite Buch erläuterte den sexuellen Akt der Befriedigung zwischen zwei Männern. Ich schrieb die Autorinnen der Bücher an und teilte ihnen mit, alles schön und gut, aber meiner Meinung nach führen Menschen, sei es bei Hetero-, als auch bei Homo-Paaren, nicht solche Dialoge und schon gar nicht beim oder vor dem Liebesakt. Die Antworten kamen schnell zurück und stimmten überein: Mach es doch besser!
Und schon begann ich eine Kurzgeschichtenreihe in Tagebuchform. Jeden Sonntag einen kleinen Wochenrückblick. Ich bekam Zusprüche und Aufforderungen weiterzuschreiben. Ich erhielt Kopf-hochs und Das-schaffst-du-schons, weil die Leser dachten, ich würde meine Geschichte im Hier und Jetzt aufschreiben. Dann machte ich von heute auf morgen Schluss. Eine andere Geschichte spukte in meinem Kopf herum und hörte nicht auf, mich zum Schreiben zu drängen. Wieder und wieder schlug sie da drinnen gegen meinen Kopf, so dass ich Kopfschmerzen bekam und mich eines Tages hinsetzte, um sie aufzuschreiben.
Wenn neben mir das Blut erwacht wurde geboren. Ein 344-Seiten-Roman. Mein erster.

Einige Stimmen rufen: mehr davon.
Andere Stimmen schreien: obszön, Schrott, Schund.

Warum? Nun Wenn neben mir das Blut erwacht ist ein Psycho-Horror-Thriller mit explizit homosexuellen Handlungen. Das verträgt nun mal nicht jeder. Muss es auch nicht. Dennoch ist dieses Buch nicht für Schwule geschrieben worden, sondern für alle, die es lesen möchten, sich schocken lassen wollen und die so frei sind, neue Erfahrungen zu erleben.

Dieser Roman machte mich wild, regte mich an, powerte mich aus. Ich war nicht mehr ich selbst. War mit jeder einzelnen Zelle mein Protagonist. Bis zum Schluss.

Nun schreibe ich wieder, ich möchte noch viel weiter reisen. Es gibt noch so viel zu entdecken. Ich möchte noch jemand anderer sein.